Nationenfest Romanshorn

Am Samstag, den 13. Juni 2026, verwandelt sich die Hafenpromenade von Romanshorn erneut in einen farbenfrohen, lebendigen Treffpunkt der Kulturen, wenn das Nationenfest Romanshorn zum 25. Mal gefeiert wird. Was einst als kleiner Anlass begann, hat sich über die Jahre zu einem der beliebtesten Feste der Stadt entwickelt – ein Tag, an dem Menschen unterschiedlichster Herkunft zusammenkommen, um gemeinsam zu feiern, zu genießen und einander zu begegnen. Die Lage direkt am Bodensee verleiht dem Fest eine besondere Offenheit: Das Wasser, die Weite und die sommerliche Atmosphäre schaffen einen Rahmen, der perfekt zu diesem multikulturellen Ereignis passt.

Rund 25 Nationen präsentieren sich mit kulinarischen Spezialitäten, traditionellen Gerichten, Düften und Aromen, die von Südamerika bis Asien, von Südeuropa bis in die Schweiz reichen. Dazu kommen Tanz‑ und Showeinlagen, die die Bühne den ganzen Tag über in Bewegung halten und die Vielfalt der Kulturen sichtbar machen. Mit dabei sind unter anderem Albanien, Bolivien, Brasilien, Bulgarien, Chile, China, die Dominikanische Republik, Ecuador, Frankreich, Griechenland, Italien, IntegRo, Kosova, Kroatien, Portugal, die Schweiz, Spanien, die tamilische Community, Thailand, Tibet und die Türkei. Neu oder wieder vertreten sind in diesem Jahr die Niederlande, die Philippinen und Ungarn – ein Zeichen dafür, wie lebendig und dynamisch sich das Nationenfest weiterentwickelt.

Der Festbetrieb beginnt um 12 Uhr und dauert bis etwa 1 Uhr nachts. Über den gesamten Tag hinweg entsteht eine Atmosphäre, die von frohen Farben, feinen Gerüchen und fröhlichen Gesichtern geprägt ist.

Die Hafenpromenade wird zu einer Piazza der Kulturen, auf der Menschen miteinander ins Gespräch kommen, Neues probieren, Bekanntes wiederentdecken und sich von der Vielfalt inspirieren lassen. Für viele Romanshornerinnen und Romanshorner gilt das Nationenfest längst als das schönste Fest im Ort – ein Tag, der Gemeinschaft stiftet und Brücken baut.

Die Geschichte des Nationenfestes reicht zurück bis ins Jahr 1999, als im Pfarreirats‑Wochenende der katholischen Pfarrei Romanshorn die Idee entstand, Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammenzubringen. Die damalige Ausländergruppe – heute IntegRo – suchte zunächst den Kontakt zu ausländischen Mitchristen, stieß jedoch auf Vorurteile und Berührungsängste.

Die Erkenntnis war klar: Begegnung gelingt am besten dort, wo Menschen unbeschwert zusammenkommen – an einem Fest, das Freude macht und den Alltag für einen Moment vergessen lässt. So wurde im Jahr 2000 das erste Nationenfest auf dem Schlossberg vor der alten Kirche gefeiert, begleitet von einem Gottesdienst in vier Sprachen.

Schon beim zweiten Fest beteiligten sich sechs Nationen, und der Erfolg wuchs so schnell, dass bald ein neuer Standort gefunden werden musste. Auf dem Bodanparkplatz entwickelte sich das Nationenfest zu einem großen, beliebten Anlass, bevor es 2014 seinen heutigen Platz an der Hafenpromenade fand. Der Ort am Wasser strahlt jene Offenheit aus, die das Fest ausmacht – ein Gefühl von Weite, Begegnung und sommerlicher Leichtigkeit.

Heute ist das Nationenfest ein fester Bestandteil des Romanshorner Veranstaltungskalenders und ein lebendiges Symbol für Vielfalt, Respekt und Miteinander. Es zeigt, wie bereichernd kulturelle Unterschiede sein können und wie viel Freude entsteht, wenn Menschen ihre Traditionen teilen. Ob man sich durch die Stände probiert, den Tänzerinnen und Tänzern zuschaut, mit Freunden am See sitzt oder einfach die Atmosphäre genießt – das Nationenfest ist ein Fest für alle Sinne und ein Tag, der lange nachklingt.

Bewertung: 
Average: 10 (1 vote)