Burgruine Hohenhewen

Standort

Deutschland
47° 50' 9.5496" N, 8° 44' 50.1288" E
DE
Die Burgruine Hohenhewen, auch Hohenhöwen genannt, gehört zu den markantesten historischen Orten im Hegau.

Die Burgruine Hohenhewen, auch Hohenhöwen genannt, gehört zu den markantesten historischen Orten im Hegau. Sie liegt südwestlich von Anselfingen, einem Stadtteil von Engen, auf dem bewaldeten Gipfel des Hohenhewen – einem eindrucksvollen Phonolith‑ bzw. Basaltkegel, der mit 846 m ü. M. zu den prägenden Vulkanbergen der Region zählt. Der Berg überragt seine Umgebung um rund 300 Meter und bietet eine der schönsten Aussichten im gesamten Hegau.

Geschichte der Burg

Um 1170 errichteten die Herren von Engen auf dem Gipfel eine mächtige Gipfelburg und nannten sich fortan Herren von Hewen. Fast 400 Jahre lang herrschten sie über die Region. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg 1639 von bayerischen Truppen belagert und niedergebrannt. Durch Heirat gelangte sie später in den Besitz des Hauses Fürstenberg.

Im Jahr 1937 legte der Schwarzwaldverein Engen die Ruine frei, 1957 ging sie in den Besitz des Landes Baden‑Württemberg über. Von der einst imposanten Anlage mit einer Größe von 250 × 60 Metern sind heute nur noch wenige Teile erhalten: das Burgtor, Reste des Zwingers, Grundmauern der Gesindehäuser sowie eine Wand des Wohnturms, die heute als Aussichtsplattform dient. Auch von der Kapelle sind nur geringe Spuren sichtbar.

Ein Kreuz am steil ansteigenden Südweg erinnert an den Heimatforscher und Pfarrer Josef Hoh, der hier tödlich verunglückte.

Aussicht & Naturerlebnis

Der Aufstieg vom Wanderparkplatz Anselfingen zur Ruine dauert etwa 45 Minuten und führt durch einen abwechslungsreichen Waldweg. Oben angekommen, belohnt eine über eine Wendeltreppe erreichbare Plattform mit einer beeindruckenden Rundsicht:

  • über die Vulkanberge des Hegaus,
  • zum Bodensee,
  • zum Schwarzwald,
  • über die Baar und die Vogesen,
  • bis hin zu den Schweizer Alpen.

Einzig die dichten Bäume schränken die Rundumsicht an manchen Stellen etwas ein – der Zauber des Ortes bleibt dennoch ungebrochen.

Der Hewenhof

Zur Gesamtanlage gehört auch der Hewenhof, ein freistehendes Gehöft auf halber Höhe des Berges. Er war bis 1959 im Besitz der Fürsten zu Fürstenberg und ist ein weiterer geschichtsträchtiger Punkt am Weg zur Ruine.

Grillplätze & Rastmöglichkeiten

Für Ausflügler wurden sowohl an der Almenhütte Anselfingen als auch auf dem Hohenhewen Grillstellen mit Sitzgelegenheiten eingerichtet – ideal für eine Pause nach dem Aufstieg.

Praktische Hinweise

  • Ausgangspunkt: Almenhütte Anselfingen
  • Parken: kostenlose Parkplätze an der Almenhütte
  • Eintritt: frei
  • Zugang: jederzeit möglich
  • Empfehlung: gutes Schuhwerk
  • Grillstellen: an der Almenhütte und auf dem Hohenhewen

Bild: Stefan Karl, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons.

Info: 

Arbeitsgemeinschaft Hegau Touristik e.V.
Hohgarten 4
D-78224 Singen
Tel.:+49 (0) 07731 85-262

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