Burgruine Alt-Bodman
Hoch oben in den dichten Wäldern des Bodanrücks liegt die Burgruine Alt‑Bodman, eine hochmittelalterliche Anlage südöstlich von Bodman in der Gemeinde Bodman‑Ludwigshafen.
Die Spornburg thront auf dem bewaldeten Höhenzug Bodenwald, rund 217 Meter über dem Seespiegel und auf 627 Metern Höhe. Von hier aus öffnet sich ein weiter Blick über den Überlinger See und die sanft geschwungene Landschaft – ein Panorama, das schon im Mittelalter von großer Bedeutung war.
Die Ursprünge der Burg reichen in das frühe 14. Jahrhundert zurück. Sie wurde errichtet, nachdem die erste Burg der Herren von Bodman auf dem Frauenberg durch ein Gewitter zerstört worden war. Alt‑Bodman wurde zum neuen Herrschaftssitz des Geschlechts und prägte über viele Jahrzehnte die Geschichte der Region. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Anlage schließlich zerstört und blieb seitdem Ruine. Dennoch haben ihre Mauern die Zeiten erstaunlich gut überstanden und vermitteln bis heute einen eindrucksvollen Eindruck mittelalterlicher Wehrarchitektur.
Wer die Ruine besucht, spürt sofort die besondere Atmosphäre des Ortes. Die Mauern stehen noch erstaunlich stabil, und die Lage hoch über dem See verleiht der Anlage eine fast mystische Ruhe. Der Weg dorthin führt durch schattige Wälder und lässt den Besucher Schritt für Schritt in die Vergangenheit eintauchen. Von Bodman aus gelangt man über einen Wanderweg ab dem Wassertürmle hinauf zur Burg. Wer es bequemer mag, fährt Richtung Liggeringen und biegt zur Bisonstube Bodenwald ab; von dort ist die Ruine in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar.
Alt‑Bodman liegt zudem an beliebten Wanderwegen wie dem Premiumwanderweg SeeGang oder der Rundtour „Ruine und Kloster“. So lässt sich der Besuch wunderbar mit einer längeren Tour verbinden. Oben angekommen, belohnt die Ruine mit einem herrlichen Ausblick über den Überlinger See, die Wälder des Bodanrücks und die weite Landschaft – ein Ort, der Geschichte, Natur und Stille auf besondere Weise vereint.
Bild: Peter Schmenger, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons.
